Digital Object Identifier (DOI)

Das DOI-System wurde von der International DOI Foundation (IDF) im Jahre 1998 gegründet, die das System verwaltet und zusammen mit ihren Mitgliedern, den DOI-Registrierungsagenturen, wie zum Beispiel DataCite, die Qualität und Nutzung gemäß ISO 26324 sowie internationaler Best-Practice-Richtlinien überwacht.

DOIs sind digitale, persistente Identifikatoren (PIDs), die zur eindeutigen Identifizierung eines wissenschaftlichen Objekts (das physisch oder digital sein kann) in einer digitalen Welt verwendet werden. Sie sind dauerhaft und eindeutig und ermöglichen den Zugriff oder Zugang auf das Objekt. Dies wird durch die Metadaten einschließlich der Landingpage-URL erreicht, die bei der Registrierung eingereicht werden.

DOIs ermöglichen den langfristigen Zugang, auch wenn sich ein Objekt bewegt, da die DOI-registrierende Einrichtung sich verpflichtet, die mit der DOI verknüpfte Landingpage-URL zu aktualisieren.

Die DOI besteht aus einem Präfix und einem Suffix, die durch einen Schrägstrich getrennt sind. Zum Beispiel: 10.5438/1dgk-1m22. 

Das Präfix ist eine zufällige Folge von Zahlen ohne jede semantische Bedeutung. Jedes DataCite Präfix beginnt mit “10.” und kennzeichnet so das DOI-System. Es reserviert einen Namensraum im DOI-Handle-System. Jedes DOI-registrierende Repositorium bekommt ein Präfix zugewiesen.
Das Suffix kann entweder automatisch im DOI-System generiert oder manuell selbst vergeben werden.
Ein DOI-Name (zum Beispiel 10.5438/1dgk-1m22) wird mit Hilfe des Resolvers der IDF, https://doi.org/, in einen Link umgewandelt. Zum Beispiel, für den DOI 10.5438/1dgk-1m22 lautet der Link https://doi.org/10.5438/1dgk-1m22.

Im Rahmen bewährter Verfahren werden sowohl der DOI als auch die Metadaten in menschen- und maschinenlesbarer Form auf der Zielseite (Landing Page) des wissenschaftlichen Objekts bereitgestellt. 

DataCite-DOIs können für textuelle und nicht-textuelle Forschungsobjekte wie zum Beispiel Forschungsdaten, Videos, Bilder oder 3D-Modelle, graue Literatur und Artikel in Open-Access-Zeitschriften vergeben werden. Einen Überblick über die Ressource Typen, die für eine DOI eingetragen werden können, finden Sie hier: Ressource Type General.

 

Mehrwert der DOI-Registrierung

Eine DOI-Registrierung

  • macht Objekte eindeutig referenzierbar und leichter zugänglich,
  • erleichtert die Zitierfähigkeit sowie die Verlinkung der Objekte wie Forschungsdaten mit einer Publikation,
  • ist ein internationaler Standard in der Wissenschaft für die Publikation von wissenschaftlichen Artikeln,
  • verbessert den Zugang zu Forschungsdaten und vermeidet so Duplikate,
  • erhöht die Sichtbarkeit von Forschungsdaten, motiviert zu neuer Forschung und fördert die wissenschaftliche Zusammenarbeit,
  • macht digitale Objekte wie beispielsweise wissenschaftliche Filme und Filmsegmente so einfach zitierfähig wie Texte.

 

DataCite

Das DOI-System wurde 1998 gegründet, und der DOI hat sich seitdem als internationaler Standardidentifikator für wissenschaftliche Veröffentlichungen entwickelt. Die wichtigsten Registrierungsagenturen sind Crossref für die Verlagsgemeinschaft und DataCite für die Forschungsgemeinschaft. DataCite ist eine weltweit führende gemeinnützige Organisation, die DOIs für Forschungsdaten und andere Forschungsergebnisse bereitstellt.

Unter Führung der TIB wurde im Dezember 2009 in London der eingetragene Verein DataCite (International Data Citation Initiative e.V.) von sieben Mitgliedern aus sechs Ländern gegründet. DataCite wurde gegründet, um Forschende dabei zu unterstützen, Forschungsdatensätze sicher zu identifizieren, zu lokalisieren, zugänglich und zitierbar zu machen. DataCite bietet die Möglichkeit, durch die persistente Identifikation von Objekten zum Beispiel einen veröffentlichten Zeitschriftenartikel mit den zugrundeliegenden Forschungsdaten zu verknüpfen. Zusätzlich bietet DataCite:

  • Gemeinsame Nutzung von Datensätzen unter Forschenden und die Möglichkeit dadurch Finanzierungen zu erhalten.
  • Vereinfachung des Zugangs zu Forschungsdaten.
  • Entwicklung neuer Services.
  • Zugang zu Daten, die nicht mit einer bestimmten Veröffentlichung verknüpft sind.
  • Erhöhung der Akzeptanz von Forschungsdaten als legitime, zitierbare Beiträge.
  • Unterstützung der Datenarchivierung, so dass die Ergebnisse verifiziert und für zukünftige Studien verwendet werden können.

Die Geschäftsstelle von DataCite hat ihren Sitz an der TIB. Seit der Gründung sind weitere im Bereich Open Science führende Wissenschaftsorganisationen aus der ganzen Welt dem Verein beigetreten. Heute ist DataCite weltweit der wichtigste Partner für die DOI-Vergabe für Forschungsdaten.

DataCite ist Mitglied der International DOI Foundation (IDF) und eine von weltweit neun DOI-Registrierungsagenturen. Als gemeinnützige Organisation unterstützt der Verein Wissenschaft und Forschung durch den Aufbau globaler Infrastrukturen für den Zugang zu Forschungsdaten. Services für den Zugang zu Forschungsdaten sowie deren Zitierung und Auffindbarkeit werden stetig weiterentwickelt und ergänzt. DataCite beteiligt sich außerdem aktiv an der Entwicklung von technischen Standards und Workflows für eine globale Forschungsdateninfrastruktur. 

Mittels einer standardisierten REST API oder OAI-PMH können die Metadaten, die mit einer CC0 Lizenz zur Verfügung gestellt werden, durchsucht und abgerufen (geharvestet) werden. Ebenso können auch die Zitationen samt Metadaten, die der Event Data Service bereitgestellt, abgefragt werden. DataCite-Metadaten werden von Organisationen wie openAIRE, der Suchmaschine BASE, dem Data Citation Index von Clarivate und Google Dataset Search gesammelt und indexiert.